CDU Ratsfraktion- Mitteilungen
10.04.2018 16:53
Ein künstlerisches Ausrufezeichen für das Ehrenmal in Wattenscheid

„Wir wünschen uns eine denkmalgerechte Wiederherstellung der denkmalgeschützten Gartenanlage mit der ursprünglichen reichen Vegetation (620 Bäumen und 13.280 Sträuchern und Stauden) und der Krypta mit den Pergolen, den Aufgängen und den Wegen. Und wir wünschen uns eine künstlerische Intervention gegen rechte und nationalistische Interpretationen“, erklärt CDU-Ratsmitglied Dirk Caemmerer.

 „Als Mitglied des Kulturausschusses frage ich daher in der Sitzung am 11.04.2018, ob das Museum und die ‚Kommission Kunst im Öffentlichen Raum‘ bei der Auswahl eines Werks und der Umsetzung beratend zur Seite stehen kann. So könnte beispielsweise der ‚Stahlfalter‘ des in Warschau lebenden Künstlers Maciej Szankowski ein künstlerisches Ausrufezeichen sein. Er hat diese Arbeit im Rahmen des ‚Ersten Bochumer Bildhauer-Symposiums 1979‘ geschaffen. Der Künstler bezieht sich mit seiner ursprünglich raumbezogenen Arbeit – sie stand vor dem Nordbad – auf die Jetzt-Zeit und entzieht der Gedenkstätte damit ihre Schwere, ohne sie zu negieren“, so Caemmerer.

Die Gartenanlage mit dem Bauwerk Ehrenmal wurde zur Ehrung der Kriegsgefallenen des 1. Weltkrieges gebaut und sollte den Überlebenden ein Gedenkplatz für ihre nicht zurückgekehrten Soldaten sein. Diese Funktion an das Gedenken, Fragen zu Tod, Leben und Vergänglichkeit kann das Ehrenmal in seinem ruinösen Zustand zurzeit nicht leisten.

Zur Wiederherstellung des Gartendenkmals führt Caemmerer aus: „Wir tragen Planungen mit, soweit sie denkmalschutzgerecht sind, eine nachhaltige Erholungs- und Verweilqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner schaffen und den ursprünglich kontemplativen Charakter der Stätte wiederherstellen. Wir lehnen Planungen ab, die aus der Stätte eine konzeptionslose Aneinanderreihung von beliebigen Amüsierzonen in völligem Widerspruch zum Denkmalschutzgesetz NRW machen wollen.“

Zurück