19.12.2019

Liniennetz 2020: Frühschichten besser berücksichtigen

CDU-Ratsfraktion fordert Nachjustierung von Fahrplänen


Am 15.12.2019 wurde das Bochumer ÖPNV-Netz auf das in den letzten Jahren erarbeitete und vom Stadtrat einstimmig beschlossene Liniennetz 2020 umgestellt. Bei der Umsetzung hat es zahlreiche Beschwerden gegeben. Vielfach wurde die Sorge geäußert, in den Morgenstunden nicht rechtzeitig den Arbeitsplatz zu erreichen. Dazu hat die CDU-Fraktion in der letzten Sitzung des Rates eine Anfrage gestellt.

„Es haben sich u.a. Reinigungskräfte in einem gemeinsamen Schreiben besorgt über die verschlechterte Anbindung geäußert. Ebenso zeigen Eltern und Lehrer kein Verständnis dafür, dass Schüler nun verschlechterte und weniger integrierte Anbindungen an ihre Schule hätten. Dies kann natürlich nicht das Ziel eines neu erarbeiteten Liniennetzes sein“, erklärt Dirk Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher und Ratsmitglied der CDU.

Die CDU-Anfrage bezieht sich auf die Realisierungsmöglichkeit von Veränderungen am Liniennetz sowie die zur Verfügung stehenden Ressourcen wie Fahrer und Fahrzeuge. Neben diesen expliziten Punkten wird auch nach dem Umgang mit den neu entstandenen Problemsituationen im Liniennetz 2020 gefragt.

„Wir wollen zusätzlich wissen, in welchem Umfang Einsatzfahrten für Schüler vorgesehen sind. Auch wird es interessant sein zu erfahren, wie die Verwaltung und die Bogestra mit den Beschwerden umgehen und wie sie auf Probleme reagieren. Das Liniennetz muss zweifelsohne erst einmal anlaufen, damit man dessen Stärken und Schwächen erkennt. Aber genauso sollte auch bei anhaltenden Problemfällen nachjustiert und optimiert werden", so Dirk Schmidt weiter. Die CDU-Ratsfraktion hat die Verwaltung gebeten, die Anfrage bis zur nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses Mitte Januar zu beantworten.
"Unser Ziel ist es, dass die Bochumer Bürgerinnen und Bürger ihren Arbeitsplatz mit der Bogestra bis 6 Uhr erreichen können. Dies kann die BoGeStra mit geänderten Fahrplänen umsetzen. Zusätzliche Busse oder Bahnen sind dafür nicht notwendig“, so Dirk Schmidt abschließend.

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