07.03.2022

CDU-Rats-News

 

In Bochum-Riemke und Hofstede soll es Informationsveranstaltungen für die Betroffenen der sogenannten Fremdwassersatzung geben, und zwar für kleine Gruppen von Anliegern. Das hat jetzt der Bochumer Stadtrat beschlossen. Die CDU-Ratsfraktion hatte die Infoveranstaltungen in einem Antrag eingefordert, kleinere Gruppen waren ihr ein besonderes Anliegen. Die gestern vom Rat verabschiedete Fremdwassersatzung ist ein neues Regelwerk zur Kanalsanierung, das Anwohner verpflichten soll, ihre Hausanschlüsse größtenteils auf eigene Kosten zu erneuern. Ein Landeszuschuss von maximal dreißig Prozent ist aber möglich; auch diese Fördermöglichkeiten sollen in den Infoveranstaltungen erläutert werden.
 
Im Stadtrat abgeschmettert wurde ein CDU-Antrag zur Ermittlung von Funklöchern in Bochum. Die CDU-Fraktion hatte vorgeschlagen, ähnlich wie in Coesfeld und bald auch in Dortmund für kleines Geld Lücken im Mobilfunknetz aufzuspüren. Für 5.000 Euro geht im Kreis Coesfeld die Müllabfuhr auf die Suche nach Schwachstellen, und zwar mit einer sogenannten „Echtnetz-Box“, die an den „Zigarettenanzünder“ des Müllwagens angeschlossen wird. „Wir hätten gern überprüfen lassen, ob man so etwas auch in Bochum machen kann“, sagt CDU-Fraktionschef Christian Haardt, „leider ist uns die Ratsmehrheit nicht gefolgt. Man fühlt sich nicht für so etwas zuständig, will aber digital Deutscher Meister sein. Und jetzt lesen wir sogar in der WAZ, dass ein Bochumer Stadtsprecher behauptet, in unserer Stadt gebe es ‚offenbar‘ keine Funklöcher. Wir werden der Stadt in den nächsten Wochen zusammen mit den Bochumerinnen und Bochumern das Gegenteil beweisen.“
 
In einer Anfrage hat sich die CDU mit der Arbeitswirklichkeit städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice beschäftigt. An sich gebe es bereits jetzt theoretisch gute technische Möglichkeiten, sich das Arbeiten zu Hause einfacher zu machen, betont CDU-Ratsherr Karsten Herlitz. Etwa könne man per VDA-Zugang auf den Dienst-PC zugreifen. In der Realität, so steht es in der Anfrage, sei aber das Arbeiten am Küchentisch keine Seltenheit. Die CDU-Fraktion will nun wissen, welche Ausstattung städtische Mitarbeiter für die Arbeit zu Hause erhalten, für welchen Prozentsatz von Mitarbeitern zukünftig noch feste Arbeitsplätze vor Ort vorgehalten werden und ob es eine Umfrage zur Umstellung auf Großraumbüros gegeben hat. Nicht unwichtig ist auch die Frage, was denn passiert, wenn mehr Menschen in Präsenz im Verwaltungsgebäude arbeiten wollen als Arbeitsplätze vorhanden sind.

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