CDU Ratsfraktion- Mitteilungen
28.05.2018 16:45
Denkmalgerechter und pädagogischer Umgang mit dem Ehrenmal
Historische Orientierung statt Amüsierzone mit Eventcharakter
Dirk Caemmerer, Ratsmitglied

„Hervorragende künstlerische und städtebauliche Qualität des denkmalgeschützten Ehrenmals bescheinigt die 2016 vorgelegte Curtius-Studie, die von der Verwaltung gegenüber den Entscheidungsträgern der Politik bis Anfang 2018 vorenthalten wurde“, erklärt CDU-Ratsmitglied Dirk Caemmerer. Und weiter: „Es ist höchste Zeit, dass die Verwaltung endlich ihre Hausaufgaben macht, denn die bisher vorgelegte konzeptionslose Aneinanderreihung von Gimmicks wie das Einrichten einer Hundewiese, einer Bühne, Versorgungsanschlüsse für einen Kiosk usw. ist ein eklatanter Verstoß gegen die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.“

Daher fordert Caemmerer in einem Antrag zum Ausschuss für Planung und Grundstücke: 1. den weiteren Verfall des Denkmals unverzüglich aufzuhalten, 2. unter strikter Einhaltung des Denkmalschutzgesetzes und der vorliegenden Expertisen ein denkmalschutzgerechtes Konzept zu erarbeiten und auf dieser Grundlage 3. eine Prioritätenliste für die Wiederherstellung zu ermitteln. Parallel dazu sind 4. geeignete Fördermöglichkeiten zu identifizieren.
„Kompromisse, wie sie von verschiedenen Seiten vorgetragen werden, sind bedeutungslos. Über Kompromisse kann – falls überhaupt notwendig – bestenfalls nach Vorlage des geforderten Konzepts – und dann nur unter fachkundiger Beratung und Begleitung – entschieden werden“, führt Caemmerer aus, der sich intensiv mit der Expertise und den Ausführungen der Fachbehörde (LWL Landschaftsverband Westfalen-Lippe) – die die bisherige Planung der Verwaltung ablehnt – beschäftigt hat.

„Anstatt sich mit den denkmalzerstörenden Überlegungen (z. B. Zuschütten der Krypta) zu beschäftigen, wäre es besser gewesen, sich mit der historischen Orientierung, reflektiertem Geschichtsbewusstsein und Vergewisserung über ethische und demokratische Grundwerte zu befassen,“ beklagt Caemmerer und erklärt: „Das Land NRW fördert mit der Initiative ‚Bildungspartner NRW‘ Bildungs- und Vernetzungsaktivitäten zwischen Schulen, Hochschulen wie der RUB etc.. Gedenkstätten gewährleisten, dass die Opfer vergangenen Unrechts nicht vergessen werden. Das Ehrenmal ist ein ausgezeichneter Ort, der in die ‚Pädagogische Landkarte NRW mit außerschulischen Lernorten‘ gehört! Bisher ist Bochum in dieser Karte ein weißer Fleck!“

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