CDU Ratsfraktion- Mitteilungen
04.07.2018 11:35
Erhalt des denkmalgeschützten Ehrenmals in Wattenscheid - Bezirksregierung bestätigt CDU
Ehrenmal in Wattenscheid


„Statt die Jahre 2016 bis heute mit der Formulierung denkmalzerstörender Maßnahmen zu verschwenden, hätte die Stadt besser erst ihre Hausaufgaben gemacht, anstatt halbfertige Förderanträge zu stellen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Christian Haardt. Nachdem die Verwaltung Ende 2017 der Bezirksvertretung Wattenscheid einen Katalog mit Maßnahmen vorgestellt hatte, die gegen geltendes Recht – Denkmalschutzgesetz NRW – verstoßen (u. a. Errichten einer Hundewiese in der Gedenkstätte, Zuschütten der Krypta etc.) und die zuständige Fachbehörde (LWL Landschaftsverband Westfalen Lippe) ihr Veto eingelegt hatte, hat die CDU die Bezirksregierung in Arnsberg zu den Fördervoraussetzungen um Rechtsauskunft gebeten.

Die schriftliche Antwort aus Arnsberg liegt jetzt vor. „Darin wird die Einhaltung des Denkmalschutzes ausdrücklich betont“, erklärt Haardt. Die Bezirksregierung würde den vorliegenden Antrag der Stadt nachqualifizieren, wenn die Verwaltung „eine mit dem LWL und der Unteren Denkmalbehörde abgestimmte Skizze zum Ehrenmal“ erstellt. Auf dieser Grundlage würde der Regierungspräsident dann prüfen, ob die Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört auch die Frage, „ob die zuvor beschriebene Abstimmung mit den zuständigen Stellen für den Denkmalschutz gelungen ist. Wenn dies der Fall sein sollte und darüber hinaus das Budget des Landes die Bewilligung weiterer Städtebaufördermittel ggf. der Stadt zuließe, wäre eine Förderung für diese Maßnahme möglich.“

Die Bezirksregierung bestätigt damit die von Beginn der Planung an von der CDU geforderte denkmalgerechte Wiederherstellung dieses kontemplativen Ortes. Hierzu liegt eine von der Stadt in Auftrag gegebene Studie vom ‚Atelier Curtius‘ vor, in der ein gartendenkmalfachliches Leitbild auf der Grundlage einer detaillierten Analyse der geschichtlichen, städtebaulichen, künstlerischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten entwickelt wurde.


„Hätte die Stadt die Studie – anstatt sie aus den Entscheidungsprozessen in der Politik zu separieren – zur Grundlage der Planungen gemacht, wäre der Beratungs- und Meinungsbildungsprozess in den politischen Gremien und Parteien sachorientiert und vollkommen anders verlaufen. So ist jetzt aber wertvolle Zeit verstrichen, in der das Denkmal weiter zunehmend verwahrlost“, beklagt das Wattenscheider CDU-Ratsmitglied Dirk Caemmerer.

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