CDU Fraktion in der BV Mitte bringt neues Grillkonzept ein

Klare Regeln für mehr Sauberkeit, Sicherheit und Rücksichtnahme

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte bringt in der kommenden Sitzung am Donnerstag (23.) ein neues Konzept zur Regelung des Grillens in öffentlichen Park- und Grünanlagen zur Beratung ein (Vorlagen-Nr.: 20261036). Ziel ist es, die berechtigten Freizeitinteressen der Bürgerinnen und Bürger mit den Anforderungen an Sauberkeit, Sicherheit und Rücksichtnahme in Einklang zu bringen.

Kern des Antrags ist es, das Grillen künftig nur auf klar definierte und entsprechend ausgestattete Flächen zu konzentrieren. Neben dem bereits bestehenden Bereich im Westpark sollen zusätzliche Grillmöglichkeiten in einigen ausgewählten Grünanlagen geschaffen werden. Gleichzeitig soll das Grillen außerhalb dieser ausgewiesenen Flächen grundsätzlich nicht mehr zulässig sein.

„In den vergangenen Jahren ist eine deutliche Zunahme der Nutzung öffentlicher Grünanlagen zum Grillen festzustellen. Dabei hat sich die Art der Nutzung teilweise erheblich verändert“, erklärt die CDU-Fraktionsvorsitzende Susanne Dewender. „Neben dem klassischen Freizeitgrillen beobachten wir zunehmend großflächige und intensive Nutzungen, die als Pwergrillen bezeichnet werden könnten und zu Nutzungskonflikten führen.“ Anwohner verschiedener Grünanlagen berichteten, dass teilweise mit Kleinbussen die Grünanlagen befahren wurden und eine Vielzahl von Sesseln, Stühlen, Liegen und Tischen bis hin zu Teppichen sowie Containern nebst Grill und Zubehör zur „wohnzimmerähnlichen Einrichtung“ der Rasenflächen führten.

Ein zentrales Anliegen der CDU ist es, die zunehmende Vermüllung sowie Schäden an Grünflächen wirksam einzudämmen. „Insbesondere Einweggrills, Verpackungen und nicht vollständig abgelöschte Grillkohle führen zu erheblichen Verschmutzungen und zusätzlichen Gefährdungen“, so Dewender weiter.

Darüber hinaus sieht die CDU auch Handlungsbedarf beim Schutz der Anlagen selbst und der umliegenden Wohngebiete: „Grünanlagen sind wichtige Erholungsräume für viele Menschen – für Familien, Sporttreibende und ältere Bürgerinnen und Bürger. Eine ungeordnete Grillnutzung führt in der Praxis zu Einschränkungen dieser Nutzungen, etwa durch Rauch, Lärm oder Flächenbelegung.“

Auch die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sollen stärker berücksichtigt werden. „Wiederkehrende Belastungen durch Müll, Rauch und spätabendliche Aufenthalte größerer Gruppen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Hier brauchen wir eine klare und ausgewogene Regelung“, betont Dewender.

Das vorgeschlagene Konzept sieht vor, geeignete Grillflächen durch die Verwaltung zu identifizieren und mit entsprechender Infrastruktur auszustatten. Dazu gehören insbesondere ausreichend Abfall- und Aschebehälter sowie der Zugang zu WC-Anlagen. Zudem soll geprüft werden, ob eine digitale Anmeldung für die Nutzung der Grillflächen eingeführt werden kann, um einen Ansprechpartner zu haben.

„Durch eine gezielte räumliche Steuerung können Nutzungskonflikte reduziert und die Einhaltung von Sauberkeits- und Sicherheitsstandards deutlich verbessert werden“, fasst Susanne Dewender zusammen. „Unser Ziel ist ein fairer Ausgleich zwischen Freizeitnutzung und Rücksichtnahme – damit alle die Grünanlagen weiterhin gerne nutzen können.“

Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nach Vorlage eines detaillierten Konzepts nebst Kostenprognose durch die Verwaltung weiter beraten und dann konsequent umgesetzt werden.