Defibrillatoren bleiben drängendes Thema
Gerade bei der aktuellen Hitze macht’s Sinn, sich mit dem Thema zu beschäftigen: Defibrillatoren. Die CDU möchte erreichen, dass mittelfristig alle öffentlichen Gebäude – und zunächst unsere Sportstätten – mit „Defis“ ausgestattet werden.
Die Politik wird sich in den kommenden Monaten auf jeden Fall mit dem Thema Defibrillatoren beschäftigen. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung vor der langen Sommerpause einen Antrag zur Ausstattung sämtlicher städtischer Sportstätten mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) zur Beratung in den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales verwiesen. Die CDU hatte diesen Antrag zusammen mit FDP-UWG: WAT und Freie Bürger – BSW eingebracht.
Die sportpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Sophie Sommer erklärte im RuhrCongress, dass gerade bei großer Hitze wie im Moment das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich ansteige. Hinzu kämen die Belastungen beim Sport: „In solchen Situationen kann jede Minute über Leben und Tod entscheiden.“ Defibrillatoren seien in diesem Sinne auch kein „Randthema“. Natürlich sei auch der CDU die angespannte Haushaltslage in Bochum bewusst: „Aber genau deshalb müssen wir Prioritäten setzen. Und wenn es darum geht, mit vergleichsweise überschaubaren Mitteln Menschenleben retten zu können, dann ist das für uns eine solche Priorität. Andere Städte zeigen längst, dass es geht. Dortmund stattet Sportanlagen mit Defibrillatoren aus und verbindet dies mit Wiederbelebungsschulungen für Vereine. Wuppertal hat seine städtischen Sportplätze flächendeckend ausgestattet.“
Die CDU macht sich dafür stark, dass auch die Stadt Bochum in Zusammenarbeit mit Sportvereinen, Hilfsorganisationen und weiteren Partnern regelmäßig Schulungen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung und zum Umgang mit Defibrillatoren anbietet. Langfristig will die Union eine Ausstattung aller öffentlichen Gebäude in Bochum mit Defibrillatoren. Für die Sportstätten – neben Plätzen auch Hallen und Bäder – wünscht sich die CDU eine Umsetzung bis Ende des Jahres 2027.
Michael Ragsch