Das 11. Gymnasium kommt ins Bermuda!

Ist es nun der richtige Standort oder nicht? Dass das neue, das 11. Bochumer Gymnasium ins Bermudadreieck soll, wurde in den vergangenen Wochen in der Stadtgesellschaft durchaus kontrovers diskutiert. Seit gestern gibt es einen Beschluss dazu, den die CDU nur begrüßen kann!

Bereits in der letzten Ratssitzung im Juni hätte die Entscheidung für den Standort des 11. Gymnasiums fallen sollen, aber die SPD hat sich mit dem Standort am Bermudadreieck schwergetan. Nach weiteren Wochen der Beratung und Abwägung der Argumente und Gründe, die für den Standort Am Kulturgleis/City-Tor Süd sprechen, konnte dann gestern im Rat endlich der Beschluss gefasst werden.

„Eine längst überfällige und vollkommen richtige Entscheidung konnte endlich getroffen werden“, so Dr. Sascha Dewender, der schulpolitische Sprecher der CDU. Damit wird ein wichtiger und längst überfälliger Schritt zur Entlastung der bestehenden Gymnasien sowie zur Sicherstellung eines bedarfsgerechten Bildungsangebots in unserer Stadt umgesetzt. Eine weitere Verschiebung der Entscheidung und weitere Standortprüfungen, wie es von einigen Fraktionen und Gruppen im Rat erneut gefordert worden ist, ist schon aus rechtlicher Sicht nicht machbar. Denn eigentlich war der Start des 11. Gymnasiums für das Schuljahr 2026/2027 – also zum jetzt kommenden Schuljahr – beschlossen worden. Nur auf Antrag bei der Bezirksregierung konnte der Starttermin um ein weiteres Schuljahr auf 2027/2028 verschoben werden. Der Schuldezernent hat ganz klar festgestellt, dass die Stadt als Schulträger rechtlich verpflichtet ist, dann auch zu starten, denn der festgestellte Bedarf aus der Schulentwicklungsplanung hat sich weiter bestätigt. Aus diesem Grund hat der CDU-Schulpolitiker ausdrücklich den zehn Bochumer Gymnasien gedankt, die bisher mit großer Einsatzbereitschaft die große Nachfrage an Plätzen decken, um dem Elternwillen gerecht zu werden.

Der jetzige Beschluss erfüllt zwei zentrale CDU-Forderungen für das 11. Gymnasium:
Ein einheitlicher Standort OHNE Teilstandorte und dazu in zentraler Lage! Hierfür sind in Summe 18 Standorte auf ihre möglich Eignung überprüft worden und nur dieser erfüllt alle Voraussetzungen – er ist also alternativlos!

Der Standort „Am Kulturgleis / City-Tor Süd“ ist aus dem gesamten Stadtgebiet gut erreichbar und die Lage zwischen dem Schauspielhaus und dem Musikforum ist für das angedachte Schulprofil, das elfte Gymnasium als Europaschule mit ausgeprägtem kulturellen Schwerpunkt zu entwickeln, ebenfalls förderlich. „Eine solche Ausrichtung würde sowohl den sprachlichen Kompetenzerwerb als auch die demokratische Bildung der Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise fördern und damit weitere zukunftsweisende Akzente für die Bildungslandschaft in Bochum setzen“, ist sich Sascha Dewender sicher.

Dass der Interimsstandort für den Start auch gleichzeitig der endgültige Standort ist, ermöglicht es auch schon den ersten Schülern dieser neuen Schule, dass sie zwar in Containern eingeschult werden, aber in einem festen Gebäude mit gleicher Anschrift ihr Abitur machen können.

Guido Endemann