Grillverbote für Ümminger See und Schmechtingwiese
Wilde Gelage am Ümminger See, unhaltbare Zustände auf der Schmechtingwiese (Foto): Viele Bochumer hatten in den letzten Jahren die Nase gestrichen voll, wenn’s ums Grillen in öffentlichen Grünanlagen ging. Die CDU hat das Thema jahrelang verfolgt und immer wieder ein „Grillkonzept“ eingefordert. Dass nun am Ümminger See und auf der Schmechtingwiese Grillverbote gelten werden – für den umweltpolitischen Sprecher der CDU-Rastfraktion Dr. Daniel Obitz ein wichtiger Erfolg:
Nach ewigem Hin und Her gibt es nun endlich eine rechtssichere Lösung für die Grill-Hotspots in Bochum. In der Ratssitzung wurde die notwendige Änderung der Bochumer Sicherheitsverordnung beschlossen. Der Antrag zum Thema stammte von uns zusammen mit SPD und Grünen. Die CDU-Ratsfraktion hat sich ja schon länger dafür starkgemacht, neben dem Ümminger See explizit auch die Schmechtingwiese in den Fokus zu rücken. Beide Standorte haben uns buchstäblich jahrelang beschäftigt. Das wilde Grillen war dort derart ausgeufert, dass man mit den Kontrollen schlichtweg nicht mehr nachkam. Besonders die unangemeldeten Volksfeste am Ümminger See sorgten jedes Jahr aufs Neue für massiven Diskussionsstoff und Frust bei den Bürgern.
Trotz der harten Maßnahmen an diesen Hotspots möchten wir betonen, dass wir weiterhin nicht generell gegen das Grillen in Grünanlagen sind. Um einen fairen Ausgleich zwischen Freizeitvergnügen und Brandschutz zu schaffen, haben wir jetzt ja auch beschlossen, den sogenannten Graslandfeuerindex im kommenden Jahr anzupassen. Künftig soll ein Grillverbot außerhalb ausgewiesener Flächen nur noch bei „hoher“ und „sehr hoher“ Gefahr greifen.
Mit diesem „Grillkonzept light“ werden die dringendsten Probleme rund ums Grillen in Bochum gelöst. Dass die Erleichterung groß ist, zeigt sich auch an der direkten Resonanz: Die CDU-Fraktion erreichte bereits das erste Dankschreiben eines erleichterten Bürgers von der Schmechtingwiese. Allerdings gibt es noch viel zu tun. Die Verbote müssen auch durchgesetzt werden, damit sie nicht nur auf dem Papier existieren. Hierzu muss der kommunale Ordnungsdienst (KOD) weiter gestärkt werden. Wir werden die Situation rund ums Grillen in Bochum nach jeder Grillsaison neu auswerten und auf sich möglicherweise entwickelnde neue Hotspots flexibel reagieren.
Daniel Obitz