Feste Abstellflächen für E-Scooter

Schaut nach Essen, um Wildwuchs bei E-Scootern zu vermeiden – das raten CDU und UWG: Freie Bürger. Die Unions-Fraktion will zusammen mit der größten Rats-Gruppe erreichen, dass die Verwaltung „ein Konzept zur Rege¬lung zum Abstellen von E-Scootern nach dem Vorbild der Stadt Essen sowie einen Zeitplan zur stufenweisen Umsetzung eines solchen Konzeptes“ vorlegt. So steht es in einem Antrag für die Sitzung des Stadtrats am Donnerstag nächster Woche (5. Februar, 14 Uhr, RuhrCongress). „Essen“, erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Haardt, „hat ein neues Regelungskonzept eingeführt, bei dem die Stadt in ‚Waben‘ mit einer Kantenlänge von rund 300 Metern eingeteilt wird. Pro Wabe sind zwei Abstellflächen vorgesehen, die zum Beispiel durch Bodenmarkierungen und Verkehrszeichen kenntlich gemacht werden. Das Free-Floating-System soll maximal in weniger frequentierten Bereichen gültig sein. Das führt zwangsläufig zu mehr Ordnung im Straßenraum und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.“

Die Abstellflächen werden in den Apps der Anbieter angezeigt. Geofencing soll dafür sorgen, dass Nutzer die Fahrt nicht beenden können, wenn die Roller nicht in einer ausgewiesenen Zone abgestellt werden. Auch Hans-Josef Winkler (UWG: Freie Bürger im Rat der Stadt Bochum) verspricht sich von dem Essener Modell mehr Ordnung und ein besseres Miteinander im öffentlichen Raum: „Feste Abstellflächen für E-Scooter in Verbindung mit Parkverbotszonen (Geofencing) entlasten die Gehwege und erhöhen die Sicherheit für Fußgänger, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter körperlicher Mobilität. Die Abstellflächen werden in den entsprechenden Apps angezeigt; ein Abstellen außerhalb dieser Zonen ist nicht möglich.“

Positive Erfahrungen mit der Kombination von festen Abstellzonen und Geofencing hat man etwa auch in München und Berlin-Mitte gesammelt.