Besser vorbereitet: Notfallbroschüre soll diverse Krisensituationen in den Blick nehmen
„Wir müssen die Bochumerinnen und Bochumer noch besser auf Krisensituationen aller Art vorbereiten“, sagt CDU-Ratsfrau Irina Becker. Aus diesem Grund stellt die Ratsfraktion der Union zusammen mit FDP-UWG: WAT und UWG: Freie Bürger in der nächsten Ratssitzung (Donnerstag, 7. Mai, 14 Uhr, RuhrCongress) einen Antrag, in dem heißt: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit eine städtische Infobroschüre mit Basisinformationen zum Verhalten in diversen Notfall-, Katastrophen- und Krisensituationen mit Blick auf die Stadt Bochum auf den Weg gebracht werden kann.“
Irina Becker nennt einen wichtigen Aspekt: „Seit dem Ukraine-Krieg wird die Möglichkeit militärischer Konflikte in unserem Land mit einer ganz anderen Intensität diskutiert. Es geht nicht um Panikmache. Es geht um einen wachen Blick auf die Welt, in der wir leben.“ Auch im Hinblick auf Umweltgefahrenlagen und Extremwetterereignisse müsse man sich wappnen, so der umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Dr. Daniel Obitz: „Heftige Stürme wie der Orkan Kyrill oder der Pfingststurm Ela haben viele wachgerüttelt. Und die Flutkatastrophe vor fünf Jahren war auch in Bochum zu spüren. Seitdem haben wir einiges getan, um die Hochwasser-Resilienz zu verbessern. Davon unabhängig sollten alle Bochumer Haushalte gebündelt Informationen für verschiedene Notfälle und Gefahrenlagen an die Hand bekommen.“ Im Idealfall, heißt es bei der CDU, liegt die entsprechende Broschüre in jedem Haus, in jeder Wohnung griffbereit in einer Schublade. Daniel Obitz: „Ob so etwas nun flächendeckend verteilt wird oder die Stadt einen Download anbietet: Wir reden auch über längerfristige Stromausfälle und einen möglichen WLAN-Ausfall. Also über Momente, in denen es zum Googeln zu spät sein kann.“
Dementsprechend heißt es in der Antragsbegründung: „Unbedingt erforderlich wäre, dass alle Bochumer Haushalte auf die Schrift aufmerksam gemacht werden. Die Broschüre kann digital über die offiziellen Kanäle der Stadt – insbesondere auch die Bochum App – zur Verfügung gestellt werden. Mehr als wünschenswert ist aber, dass auch eine Verbreitung in gedruckter Form sichergestellt wird. Längst nicht alle Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt sind digital unterwegs. Und es gibt Notsituationen, in denen der Zugriff aufs Internet gestört sein kann.“