Hattinger Straße: Noch viele Fragen offen
Der Verkehrsversuch auf der Hattinger Straße bleibt Streitthema in Bochum. Mit der Antwort der Stadtverwaltung auf eine umfangreiche Anfrage der CDU ist die Union jedenfalls nicht zufrieden. Deswegen hat CDU-Ratsfrau Sophie Sommer jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur noch einmal kritisch nachgehakt – und eine weitere detaillierte Anfrage gestellt.
„Die Verwaltung hat uns Antworten gegeben, die leider automatisch zu neuen Fragen führen“, erklärt Sommer. „So hat uns die Stadt mitgeteilt, dass der Verkehrsfluss unauffällig sei. Allerdings sagt die Verwaltung auch, dass der Verkehrsfluss mittels Verkehrszählungen nicht ermittelt werden könne. Diese Aussage ist mindestens interessant. Dann teilt die Stadt auch mit, dass die durchschnittliche ‚Reisezeit‘ nicht ermittelt wurde. Im nächsten Satz wird dann aber gesagt, dass die Fahrtzeit ‚leicht gestiegen‘ sei. Wir wissen, dass der Verkehrsversuch noch läuft. Aber seriös geht anders.“
Stutzig macht die CDU auch folgende Passage der Mitteilung: „Die Verwaltung hat bisher ca. 16 schriftliche Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern erhalten, die sehr vielfältig sind. Es handelt sich dabei sowohl um kritische als auch um konstruktive Rückmeldungen.“ Dazu Sophie Sommer: „Kritische Stellungnahmen können ausgesprochen konstruktiv sein, aber das nur nebenbei. Aber abgesehen davon sind sechzehn Wortmeldungen jetzt auch nicht gerade viel. Was wir sehr ernst nehmen, ist die Befragung der Lindener Werbegemeinschaft „Linden bewegt“ mit 862 Teilnehmern. Danach nahmen 62,2 Prozent der Befragten eine Verschlechterung der Erreichbarkeit wahr. Und 70,1 Prozent bewerteten die Parksituation sehr schlecht!“