Defibrillatoren für alle Sportanlagen
„Defibrillatoren können jederzeit lebensrettend sein. Deswegen gehören sie in jedes städtische Gebäude, vor allem aber in Turnhallen, Schwimmbäder und auf Sportplätze“, erklärt die sportpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Sophie Sommer. Die CDU stellt im Rat jetzt den passenden Antrag zum Thema, und zwar zusammen mit FDP-UWG: WAT und UWG: Freie Bürger – BSW.
Darin heißt es: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, in einem ersten Schritt zunächst sämtliche städtischen Sportstätten (Hallen, Plätze, Schwimmbäder) mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) seriöser Anbieter auszustatten, sofern dort bislang kein Gerät vorhanden ist“. Außerdem wird gefordert, in Zusammenarbeit mit den Bochumer Sportvereinen, Hilfsorganisationen und anderen Partnern regelmäßig Schulungen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung und zum Umgang mit Defibrillatoren anzubieten.
„Wir wünschen uns eine Umsetzung bis Ende 2027, was ein ambitioniertes Ziel ist“, so Sophie Sommer. „Für unmöglich halten wir das aber nicht. Langfristig sollen dann alle städtischen Gebäude mit Defibrillatoren ausgestattet werden.“ Die CDU hat in diesem Jahr bereits eine Anfrage zum Thema gestellt – und so kam heraus, dass dem Gesundheitsamt derzeit lediglich neun Defibrillatoren in öffentlichen Sportanlagen bekannt sind. Im Übrigen sei die Zahl der beim Gesundheitsamt registrierten Defibrillatoren seit 2023 lediglich von 182 auf 189 gestiegen.
„Man sieht den Handlungsbedarf“, sagt Sommer, „und wir sollten jetzt handeln. Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jederzeit und überall eintreten. Doch gerade auf Sportanlagen und nicht zuletzt in immer heißer werdenden Sommern steigt das Risiko. Wir müssen bei den Defibrillatoren zügig nachlegen – und das in Verbindung mit Schulungen für Vereinsvertreter und möglichst viele Interessierte.“
Der Antrag steht in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause am 16. Juni (14 Uhr, RuhrCongress) auf der Tagesordnung.